Wer die Wahl hat, hat die Qual!

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Egal ob im Privat- oder Berufsleben: Jeder hat die Qual der Wahl, zu entscheiden, ob, auf welche Art und wie schnell man sich weiterentwickeln möchte. Nur wenn man alle vorhandenen Möglichkeiten dafür kennt, kann man die beste Entscheidung für sich selbst treffen. Weil Mentoring in Deutschland noch lange nicht so weit verbreitet ist wie in den USA, möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, die Unterschiede zwischen Mentoring und Training darzustellen. Machen Sie sich bitte Ihr eigenes Bild.

Was ist Training im beruflichen Kontext?
Was?
Im Bereich der Personalentwicklung bedeutet es, dass Mitarbeiter Fertigkeiten erwerben, diese ausbauen und verfeinern. Es handelt sich dabei um einen Prozess, der die Entwicklung der einzelnen Mitarbeiter fördert.
Wie?
Das kann durch Wissensvermittlung, Schulungen und Übungen erreicht werden. Die Teilnehmer von Trainings werden Reizen ausgesetzt, deren Verarbeitung zu Verhaltensänderungen führt. Bei der angebotenen Art und Intensität der Reize ist darauf zu achten, dass sie nicht zur Unter- oder Überforderung führen. Für die Durchführung des Trainings werden verschiedene Maßnahmen, Verfahren und Medien eingesetzt, um das definierte Ziel zu erreichen.
Warum?
Durch zielführende Trainingsmaßnahmen kann die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten, gesteigert oder wiedergewonnen werden. Sie können darauf abzielen, ein gestecktes Ziel zu erreichen oder sie dienen der Prävention. Trainingsmaßnahmen fördern die eigene Karriere.
Nachteil?
Die Trainingsteilnehmer sind unter Umständen nicht in der Lage, das Gelernte eigenständig umzusetzen.
Eine zeitliche Begleitung der Teilnehmer ist nur bei mehreren Trainingsintervallen gewährleistet.
Trainings finden meistens für mehrere Teilnehmer statt. Eine Individuelle Förderung ist schwer umsetzbar.
Vorteil?
Die Trainingsteilnehmer bekommen den fachlichen Input, den sie benötigen, um ihr Ziel zu erreichen.
Sie profitieren vom Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern.
Training ist in der Regel kostengünstiger als Mentoring.

Was ist Mentoring im beruflichen Kontext?
Was?
Die Mitarbeiter eines Unternehmens erwerben Fach- und Erfahrungswissen und bauen ihre Kompetenzen damit aus. Der Entwicklungsprozess wird begleitet durch die persönliche Beziehung zwischen dem Mentor und dem Mentee.
Mentor = Erfahrene Person
Mentee = Unerfahrene Person
Wie?
Der Mentor gibt sein Fachwissen und seine Erfahrungen zum jeweiligen Themengebiet an eine unerfahrene oder wenig erfahrene Person weiter. Das kann durch Impulsvorträge, Workshops und persönlicher Gesprächsbegleitung geschehen. In der Regel handelt es sich hier um eine Einzelbetreuung. Die persönliche Beziehung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wie im Training muss eine Ausgewogenheit zwischen Unter- und Überforderung gewährleistet werden.
Warum?
Durch die zielführende, individuelle Unterstützung entwickelt sich der Mentee beruflich und persönlich weiter. Die Leistungsfähigkeit kann dadurch erhalten, gesteigert oder wiedergewonnen werden. Die eigene Karriere wird damit gefördert. Mentoring zielt darauf ab, ein gestecktes Ziel zu erreichen oder es dient der Prävention.
Nachteil?
Mentees können sich eventuell nicht mit anderen Teilnehmern austauschen.
Mentoring ist kostenintensiver als Training.
Vorteil?
Der Mentee profitiert von den Erfahrungen und den erprobten Praxistipps des Mentors.
Der Mentor kann individuell auf den Mentee eingehen, seine Schwächen abfangen und die Stärken weiter stärken.
Die Schwerpunkte zwischen beruflicher und persönlicher Entwicklung können je nach Anforderung variabel gestaltet werden.
Der Wissenstransfer vom Input zur Umsetzung ist kurz.
Der Mentor kann ein direktes Feedback zur Umsetzung geben.
Der Mentee kann das Feedback direkt umsetzen und ausprobieren.
Die Entwicklung des Mentee geht schneller und spart somit Zeit und Kosten.

Der wesentliche Unterschied zwischen Training und Mentoring liegt in der persönlichen Betreuung der Teilnehmer. Die persönliche Beziehung zwischen dem Mentor und dem Mentee spielt eine wichtige Rolle. Anders ausgedrückt handelt es sich beim Mentoring um eine systematische Begleitung des Mitarbeiters. Es wird oft dann eingesetzt, wenn die Weiterbildung intensiv sein soll und die Zeit drängt.

Beide Formen der beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen haben Ihre Berechtigung. Das eine soll durch das andere nicht ersetzt werden. Sinnvoll erscheint es mir, beide getrennt voneinander einzusetzen, damit Unternehmen langfristig die vollen Ressourcen der Mitarbeiter zur Verfügung gestellt bekommen.

Training und Mentoring können nicht nur von Unternehmen in Anspruch genommen werden. Auch jeder einzelne Mensch kann sich dafür entscheiden seine Karriere selbst zu gestalten. Sie haben es in der Hand. Greifen Sie zu und bilden Sie sich fort. Als Mentorin kann ich Ihnen bestätigen:

„Weiterbildung macht Spaß“.

 
 
 
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2. März 2015